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Kreismitgliederversammlung zur Inklusion in Nordkirchen

Zu Ihrer letzten Mitgliederversammlung vor der kommenden Wahl besuchten die Grünen im Kreis Coesfeld die Kinderheilstätte in Nordkirchen. Dort ließen sich die  Kreisgrünen über die Arbeiten der Einrichtung zur Inklusion von Menschen mit und ohne Handicap informieren. Mitten in der Gemeinde bildet das Gelände der Maximilian-Kolbe-Schule einen Raum, der von vielen zum Spielen, Verweilen oder Durchqueren mitgenutzt wird. Die Schule gehört offensichtlich zum Dorfleben.

Wohnbereichsleiter Franz-Josef Baumann gab Einblicke in das Konzept, das Gelände und die  Wohngruppen der Kinderheilstätte. Auf besonderes Interesse stießen die neuen Wohneinrichtungen zum Übergang in das Betreute Wohnen.

Inklusion sei in Nordkirchen gelebte Selbstverständlichkeit, betonte Bürgermeister Dietmar Bergmann auf der Versammlung. Er stellte das Nordkirchener Modell im Rahmen der Regionale 2016  „ Nordkirchen, auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde“ vor. Nordkirchen sei hier weiter als viele Gemeinden, denn man warte nicht auf Vorgaben, sondern mache sich selber auf den Weg. Gelder vom Land und Bund seien zwar wichtig. Das Warten darauf dürfe jedoch nicht kommunal zur Untätigkeit führen, so Bergmann weiter. „Das Nordkirchener Modell kann sich auf die volle Unterstützung der Grünen Fraktion verlassen“, betonte Fraktionssprecher Meinhard Tegeler.

So stellte auch Norbert Heßling, Schulleiter der Maximilian-Kolbe-Schule klar: „Wir wollen Inklusion, es geht um das Wie.“ und betonte die Wichtigkeit einer flexiblen Gestaltung der Inklusion durch die Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort.

Die Kreisgrünen zeigten sich erfreut, dass die Verantwortlichen die Inklusion nicht nur als wichtigen Baustein in der Schulentwicklung sehen, sondern sie als selbstverständlich für das ganze Gemeindeleben ansehen. Das Nordkirchener Modell überzeugte.

Weiterer Programmpunkt war die Verabschiedung des Wahlprogramms für die Kommunalwahl. Kreissprecher Richard Dammann betonte: „Vieles, was wir vor fünf Jahren gesagt haben, ist jetzt noch aktueller“. Das komme vom dauernden ‚Weiter so!‘ der Mehrheitsfraktion im Kreis. Die anwesenden Grünen lobten das erarbeitete Programm,  wünschten aber deutlichere Formulierungen gegen den Einsatz von „Fracking“ im Münsterland und zum Thema ‚Landwirtschaft‘ noch stärker zu betonen und erwirkten einen entsprechenden Beschluss. „Die Thema sind von vielen von uns eine Herzensangelegenheit. Wir können unseren Wählern nicht mit einem Wahlprogramm unter die Augen treten, in dem diese Themen nicht ausreichend stark hervorgehoben werden“, so formulierten u.a. die gewählten Kreiskandidaten für Nordkirchen, Uta Spräner und Meinhard Tegeler. Mit uns, so die Versammlung, gibt es kein Fracking in NRW.

Versiert und zügig brachte Richard Dammann die Formalia für die Neuwahl des 7. Platzes der Reserveliste über die Bühne, der nach der letzten Mitgliederversammlung frei wurde. Anja Postruschnik aus Havixbeck wurde mit großer Mehrheit gewählt und verstärkt jetzt die Kandidaten für die zukünftige Fraktion der Grünen im Kreistag.


23. März 2014 • Allgemein • meinhard